Sie sind zurück!
Der Sommer ist vorbei, die politische Lage hat sich nicht entspannt und den Ersten flattern die Musterungsbefehle ins Haus. Grund, wieder auf die Straße zu gehen.
Offenbachs Schulen mussten für Freitag, 25.9.26 auf ihre selbstständig Denkenden verzichten. Die trafen sich auf dem Marktplatz zu einer Kundgebung. Mit phantasievollen Demo-Schildern protestierten sie gegen die begonnenen Zwangsmusterungen von 18-Jährigen, gegen die bevorstehende Reaktivierung der Wehrpflicht und gegen die wahnsinnige Aufrüstung.
Auf den handgeschriebenen Schildern der Offenbacher Jugendlichen war unter anderem zu lesen: "Bildung statt Krieg!", "Gegen Wehrpflicht, Krieg und Genozid!", "Menschen sind keine Objekte", "Die Jugend hat Angst vor Politikern im Amt!", "in Trümmern sterben Träume" und "Krieg ist nicht halal". Die OFI unterstützt die Schulstreiks gegen Wehrpflicht und war mit einem Transparent vertreten.
Am Ende seiner Rede auf dem Marktplatz forderte der Schüler Đorđe Miodragović: "Die deutsche Aufrüstung soll verschwinden! Der Raub amSozialstaat soll aufhören! Wir fordern bessere Schulen, ein besseres Gesundheitswesen und keine Wehrpflicht! Wir fordern Frieden!" Vorher hatte Đorđe für Jugendliche wichtige Bereiche aufgezählt, in denen derzeit gekürzt wird - während gleichzeitig die Militärausgaben auf 220 Milliarden Euro pro Jahr steigen sollen.
Man fuhr gemeinsam nach Frankfurt, wo eine Demo mit ca. 400 Jugendlichen startete. Die Demonstranten waren “mit guten Positionen und lauter Stimmung” dabei.
Bundesweit waren mehr als 45.000 Schüler*innen in über 100 deutschen Städten aktiv.
Sehr beachtlich!
Die OFI fordert mit ihnen: Nie wieder Wehrpflicht! Nie wieder Krieg!
© Jörg Rode

